Pfarrei St. Stephanus Wackersdorf
Pfarrei St. Stephanus Wackersdorf
Foto Fam. Prechtl



10.11.2014

 

Begegnungsabend mit unseren syrischen Nachbarn

 

Auf Initiative der Gemeinde Wackersdorf mit ihrem 1. Bürgermeister Thomas Falter, der Pfarrei Wackersdorf mit Pfarrer Christoph Melzl, der Nachbarschaftshilfe Wackersdorf und der freiwilligen Agentur Landkreis Schwandorf fand im Pfarrheim Wackersdorf ein Begegnungsabend mit unseren syrischen Nachbarn statt.
 

Pfarrer Christoph Melzl begrüßte alle Anwesenden und freute sich über das überwältigende Interesse. Er stellte die Bedeutung des interreligiösen Dialogs heraus, der seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil einen wichtigen Platz in der katholischen Kirche einnehmen muss.

Im interreligiösen Dialog werden die monotheistischen Religionen des Islam, des Judentums und des Christentums als abrahamitische Religionen bezeichnet. Alle drei beziehen sich auf Abraham, den Stammvater der Israeliten bzw. den Ibrahim des Islam, und seinen Gott. Bei diesen drei Weltreligionen finden sich zahlreiche Gemeinsamkeiten, unter anderen die Hochschätzung der Gastfreundschaft und der Nächstenliebe. Diese sollen die Basis für ein harmonisches Miteinander sein. Die Unterschiede dürfen ihren Platz im respektvollen Umgang miteinander finden. 

Foto Fam. Prechtl

Bürgermeister Thomas Falter dankte allen für die Organisation des Abends. Insbesondere begrüßte er die Nachbarn der Asylbewerber. Er warb um Verständnis füreinander und ein gutes Miteinander. Für Integration gibt es kein Patentrezept – wir müssen es tun, so Bürgermeister Falter.

Die Gemeindeverwaltung steht mit Frau Badi und Frau Meierhofer für Fragen der Asylbewerber als auch der gesamten Bevölkerung zur Verfügung.

Frau Dürr als Projektleiterin der Lernenden Region stellte die Wichtigkeit der ehrenamtlichen Sprachpaten heraus. Aber nicht nur die Sprachvermittlung steht hier im Vordergrund, es geht um die Dinge des Alltages wie z. B. telefonische Terminvereinbarung mit Ärzten, Behördenbriefe, Einkaufen, Schule und die Lebensart in Deutschland.

Foto Fam. Prechtl

Herr Gut steht mit dem Helferteam der Nachbarschaftshilfe zur Verfügung. Bereits angelaufen sind Sammlungen für Sachen des täglichen Bedarfes. Praktische Hilfe, so wie es unter Nachbarn üblich ist, können gerne beansprucht werden.
 

Ein Asylbewerber schilderte kurz seinen Weg nach Deutschland. Seine größte Sorge ist seine Familie, die er auf der Flucht zurücklassen musste. Er ist froh über die Aufnahme hier in Wackersdorf und bedankte sich für die Hilfe von den Wackersdorfern.
 

Den Abschluss des Kennenlernens bildete ein Dialog mit den Asylbewerbern. Eine Dolmetscherin übersetzte auf beide Seiten, so dass auch die Sprachbarrieren überwunden werden konnten.

Mit einem „shukran“ (Danke) beendete Thomas Falter diesen ersten Begegnungsabend.

Foto Fam. Prechtl

Nächste Schritte:
 

Am Samstag, 15.11.2014, zwischen 10:00 und 12:00 Uhr können im Pfarrheim wichtige Sachen des täglichen Bedarfes für die Asylbewerber gespendet werden. 
 

Was wird benötigt?

 Fahrräder (momentan sind 6 Fahrräder vorhanden)

 Fußballschuhe (Größe 40-43)

 Winterjacken, Mützen, Schal, Schuhe Größe (40-43)

 Teppiche, Läufer

 Schuhregal

 Regal für die Küche

 Töpfe, Küchenmesser

 Schlafanzug (Kind 1 Jahr)

 Stühle

 Gartenmöbel

 Gitarre

 

Am Montag, 1. Dezember 2014, trifft sich der Initiativkreis um 18:00 Uhr im Pfarrheim zur Abstimmung der weiter möglichen Schritte zur Integration der Asylbewerber.


Herzlich eingeladen sind dazu die Wackersdorfer Vereinsvertreter und alle die Ideen und praktische Hilfe einbringen möchten.

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