Pfarrei St. Stephanus Wackersdorf
Pfarrei St. Stephanus Wackersdorf

Impuls zu Ostern 2020

(von Pfarrer Christoph Melzl)

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Liebe Christinnen und Christen,

irgendwie war mir diese „Sorte“ von Menschen schon immer suspekt. Ich bin ja durchaus ein toleranter Typ, aber die regen mich so richtig auf:

Sie brauchen keinen Wecker, um morgens wach zu werden. Kaum aus dem Bett kommt ihnen schon ein Liedchen über die Lippen. Statt Kaffee gibt’s Milch oder Tee zum Frühstück und ein supergesundes Vollkornbrot, am besten mit veganem Aufstrich. Und wem sie dann zu frühmorgendlicher Stunde begegnen, dem schicken sie ein strahlendes Lächeln als hätten sie die Sonne selbst verschluckt und rufen in einem ganz besonderen Singsang: „Guten Morgeeeen!“ Ja, ich freue mich darüber ungemein und kontere mit einem herzhaften „Guten Mor-gähn!“ Ich finde sie einfach toll, die allseits beliebten Frühaufsteher.

Angeblich fängt ja nur „der frühe Vogel den Wurm“ und „Morgenstund hat Gold im Mund“. – Ich frag mich ernsthaft, warum das so sein soll.

Hat das vielleicht einen theologischen Hintergrund? Naja, jedenfalls bin ich von einem „Frühaufsteher“ tatsächlich ein absoluter Fan. Ich liebe ihn und bin ihm unendlich dankbar für das, was er Ihnen, mir und der ganzen Schöpfung geschenkt hat, als er am Ostersonntag ziemlich früh aufstand:

 

„Am ersten Tag der Woche kam Maria von Magdala frühmorgens, als es noch dunkel war, zum Grab und sah, dass der Stein vom Grab weggenommen war.“ (Joh 20,1)

 

Maria und die Jünger erkennen (mehr oder weniger schnell): Jesus ist von den Toten auferstanden. Im Schleier der dämmrigen Morgenfrühe, wenn das Leben langsam erwacht, ersteht er zu neuem Leben und schenkt uns das, was tatsächlich dem Geheimnis des Morgens zu Eigen ist: Hoffnung auf Leben!

 

Hoffnung auf Leben! – Das ist die Botschaft des Ostermorgens, die ich in dieser Zeit so sehr brauche. Die Bilder, die ich den Medien zur Corona-Krise wahrnehme, empfinde ich als herzzerreißend. Ich hoffe so sehr, dass baldmöglichst wirksame Medikamente gegen Covid-19 „flächendeckend“ eingesetzt werden können. Ich hoffe auf einen effektiven Impfstoff gegen das Virus, der der ganzen Weltbevölkerung zur Verfügung steht und nicht nur den Reichen.

Und ich hoffe auf ein Leben in Fülle nach Corona mit einem positiv veränderten, ganzheitlichen Bewusstsein der Menschen für ihre Zeitgenossen und für die gesamte Schöpfung. Ja, ich habe Hoffnung auf Leben. Und ich habe so richtig „Lust auf das Leben“ nach der Krise.

 

Übrigens: Ich scheine für den heutigen Tag „einen Ohrwurm gebucht zu haben“, den ich nicht so recht loswerde. Ob das Zufall ist? Es sind folgende Zeilen aus dem Lied „194 Länder“ von Mark Forster die ich immer wieder leise vor mich her singe:

„Es gibt hundertvierundneunzig Länder, ich will jedes davon sehen,

sechseinhalbtausend Sprachen, ich versuch sie zu verstehen.

Die ganze Welt voll Abenteuer, will so viel wie´s geht erleben…“ -

Als reiselustiger Mensch (Sternzeichen: Schütze) habe ich wieder mal Fernweh. Das werde ich wohl noch länger aushalten müssen. Aber die Hoffnung auf Leben in Fülle schenkt mir den Traum, lang gehegte Reiseziele endlich besuchen zu können. Als erstes möchte ich an die Algarve und dann … Wer weiß….?

 

Liebe Christinnen und Christen,

wovon träumen Sie? Was möchten Sie in der Zeit nach Corona endlich verwirklichen? Hoffen Sie auf Leben in Fülle! Zu dieser Hoffnung sind wir Christinnen und Christen durch die Auferstehung Jesu eingeladen und regelrecht angehalten. Freuen Sie sich auf die Zeit nach der Pandemie. Und nehmen Sie sich´s fest vor: „Hinein ins Leben!“ Verwirklichen Sie Ihre Träume! – Und bleiben Sie gesund!

Ich wünsche Ihnen ein frohes Osterfest und den Segen des dreifaltigen Gottes:

„Der allmächtige Gott hat uns durch die Auferstehung seines Sohnes vom Tod befreit; er segne euch und schenke euch seine Freude. Und Christus, mit dem wir auferstanden sind durch den Glauben, bewahre in euch die Gabe der Erlösung. Gott hat uns in der Taufe angenommen als Kinder seiner Gnade; er schenke euch das verheißene Erbe. Das gewähre euch der dreieinige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.“ (Vgl. MB 542)

 

Ihr Pfarrer

Christoph Melzl

ERSTKOMMUNION IN WACKERSDORF
Sonntag, 18. Oktober 2020 um 10:00 Uhr

Firmung 2020 entfällt!
Nach Weisung des H.H. Bischof werden alle Firmtermine für das Jahr 2020 ausgesetzt und auf 2021 verlegt. 

Hier finden Sie uns

Kath. Pfarramt St. Stephanus, Marktplatz 6, 92442 Wackersdorf

Tel:  09431 / 5735 

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