Pfarrei St. Stephanus Wackersdorf
Pfarrei St. Stephanus Wackersdorf

Impuls zum Ostermontag

(von Kaplan Pater Georg)

 

 

 

Liebe Schwestern und Brüder in Jesus Christus,

Es gibt Wegstrecken im menschlichen Leben, die holprig und steinig sind, wo uns der Gegenwind ins Gesicht bläst. Eine Krankheit kann uns mutlos machen, wie gerade in dieser bedrückenden Zeit der Corona-Krise; vielleicht werden wir von Mitmenschen enttäuscht; der Tod eines geliebten Menschen kann uns jede Hoffnung nehmen. Schwer wird dann der Schritt, und es kommt die Frage auf nach dem „Wohin“ und „Wozu“.

Ähnlich mag es den beiden Jüngern auf dem Weg nach Emmaus ergangen sein. Sie können den Ort der Hoffnungslosigkeit nicht mehr ertragen. Sie kehren Jerusalem den Rücken zu, geben auf und fliehen. Versunken sind sie in Traurigkeit und Verzweiflung. Denn der Rabbi aus Nazareth, der ihrem Leben einen neuen Sinn gegeben hatte, der die Mitte ihrer Jüngergemeinschaft war, ist ihnen genommen, er wurde ans Kreuz geschlagen. Alles ist zerstört, tot.

Die Trauer macht sie blind. Blind auch für den, der nun zu ihnen kommt und den Weg mit ihnen geht. Sie spüren, dass Kraft und Trost von ihm ausgeht. Aber Christus begleitet die Seinen, ob sie es wahrnehmen oder nicht.

Wenn wir ihn zum Gefährten haben, wenn wir ihm glauben und vertrauen, brennt unser Herz, seine Nähe erfüllt unser ganzes Sein. Der Gefährte wird uns dann wichtiger als der oft so mühsame Weg, den wir zurückzulegen haben. Seine Nähe treibt uns immer neu an, dass wir nicht ermüden.

Und wenn wir nicht glauben? Dann stoßen wir überall auf Grenzen und reiben uns daran auf. Unser Weg scheint endlos und sinnlos zu sein. Wir leiden unter allen nur möglichen Enttäuschungen und Misserfolgen. Denn er, der uns begleiten und unserem Leben einen Sinn geben kann, fehlt uns.

Die Jünger hatten den Herrn gebeten, bei ihnen zu bleiben. Und dann wird der zu Gast Gebetene zum Gastgeber, seine Hände brechen das Brot, und „da wurden ihre Augen geöffnet und sie erkannten ihn“.

Alles hängt davon ab, dass uns die Augen aufgehen. Wenn wir Christus geschaut haben, wissen wir, wofür wir leben. Jeder, der seine Nähe aufrichtig sucht, wird sie auch finden. Der Herr lässt sich nicht vergeblich suchen. Aber es muss ein Suchen sein, das offen ist für Überraschungen und nicht erwartete Anforderungen.

Solche Offenheit ist Voraussetzung für den Augenblick des Erkennens. Ein Erkennen, das das Herz öffnet und entflammt und das uns sagen lässt: ER ist es. Er, den wir so oft in der Ferne suchen, ohne zu ahnen, dass er unser nächster Begleiter war.

Der uns seine Gegenwart versprochen hat, ist immer bei uns. Auf ihn dürfen wir in allem Leid, in aller Sorge, Einsamkeit und Angst hoffen. Jesus selbst hilft uns, auch wenn wir in manchen Situationen unseres Lebens meinen, dass es nicht mehr weitergehe. Wir sind wie die Jünger von Emmaus noch unterwegs. Aber wir wissen, da ist jemand, der mit uns geht: Jesus Christus.

Die Begegnung mit Jesus hat die Emmausjünger mit unbeschreiblicher Freude erfüllt, dass sie nicht anders können, als diese Freude zu anderen Menschen zu tragen. Das heutige Evangelium ist eine Anforderung an uns: uns immer wieder auf die Nähe des Herrn einzulassen, in seiner Nähe Kraft und Freude zu finden und dann Boten der Freude zu sein für unsere Mitmenschen.

 

Ihr Kaplan

Pater Georg

 

ERSTKOMMUNION IN WACKERSDORF
Sonntag, 18. Oktober 2020 um 10:00 Uhr

Firmung 2020 entfällt!
Nach Weisung des H.H. Bischof werden alle Firmtermine für das Jahr 2020 ausgesetzt und auf 2021 verlegt. 

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