Pfarrei St. Stephanus Wackersdorf
Pfarrei St. Stephanus Wackersdorf

Impuls zum Karfreitag

(Von Kaplan Pater Georg)

 

Bericht und Bilder der Karfreitagsliturgie .... hier klicken

 

Liebe Christinnen und Christen unserer Pfarrgemeinde,  

es ist unvorstellbar: keine Palmprozession, keine Leidensgeschichte, kein Kreuzwegandacht, keine Chor- und Musikproben, keine Osterkommunion, keine Ausflüge und Besuche … Das hat es noch nie gegeben, und wir haben uns das erste Ostern in unserer Pfarrei auch ganz anders vorgestellt.

Gerade in dieser bedrückenden Zeit der Corona-Krise will uns der österliche Glaube Kraft und Zuversicht geben. Kann dafür der Gekreuzigt-Auferstandene besser als die Mitte unseres Glaubens zum Vorschein kommen? Wir erleben manchmal etwas als unerträglich, womöglich gerade jetzt, wo wir nicht raus können oder keinen Besuch kommt. Niemand weiß, wie lange wir das noch ertragen müssen.

Natürlich werden das Seniorinnen und Senioren im Heim oder zuhause anders empfinden als Firmlinge oder Kommunionkinder, die das „Pluszeichen unseres Glaubens“ von ihren Eltern umgehängt bekommen haben. Kranke, Trauernde, Brautleute oder Taufeltern schauen anders auf das Kreuz Jesu als Menschen, die um ihre Gesundheit, ihren Arbeitsplatz oder um ihre Existenz bangen.

In der Karfreitagsliturgie spricht der Priester bei der Kreuzverehrung: „Seht das Kreuz, an dem der Herr gehangen, das Heil der Welt“. Dazu antwortet die Gemeinde: Kommt, lasst uns anbeten.

Diese Einladung, Jesus, den Gekreuzigten anzubeten und das Kreuz des Herrn zu verehren zeigt, dass das Zeichen des Kreuzes im Christentum
eine große Bedeutung hat. Der gekreuzigte Jesus wird als der Herr und Gott anerkannt und angebetet und das Zeichen des Kreuzes wurde das Zeichen des Christentums.

In der Antike war das Kreuz ein Zeichen der Strafe für einen Verbrecher. Jesus wurde als Verbrecher bestraft und ans Kreuz genagelt und gehangen. In der Karfreitagsliturgie heißt es im Antwortgesang: „siehe, durch das Holz des Kreuzes kam Freude in die Welt“. Es bedeutet, dass durch den gestraften Jesus und durch das Mittel der Strafe Freude in die Welt kam.

Es war damals wie heute nicht einfach zu glauben, dass durch Kreuz und Leiden Freude in die Welt kam? Kreuz und Leiden wünschen wir keinem Menschen und sie müssen vermieden und bekämpft werden.

Jeder wusste, dass Jesus unschuldig war und die Strafe ungerecht. Die Erhöhung Jesu durch das Kreuz und seine Auferstehung überzeugen uns, dass Gewalt und Ungerechtigkeit gegenüber Unschuldigen bekämpft werden müssen. Was damals die Gegner Jesu ihm angetan haben, müssen in der Menschheitsgeschichte damals bis heute immer wieder viele unschuldige Menschen erleiden.

Im Evangelium lesen wir einen Abschnitt über die Erhöhung Jesu durch das Kreuz und die Rettung der Welt durch Jesus. Jesus wird heute erhöht und die Welt wird gerettet, wenn wir uns dafür einsetzen, dass keine unschuldigen Menschen wie Jesus hingerichtet werden, dass Niemandem Gewalt angetan wird und dass kein Unrecht geschieht.

Karfreitag erinnert uns nicht nur an die Wiederauffindung des Kreuzes Jesu und den Glauben an das Heil durch das Kreuz, sondern auch an unsere Verantwortung Kreuz und Leiden zu vermeiden. Dann bleiben das Kreuz und der Gekreuzigte als Zeichen der Hoffnung und Zeichen des Heils.

Das Kreuzzeichen, mit dem wir uns mehrmals am Tag bezeichnen oder Kreuze, die wir auf der Spitze eines Kirchturmes, in den Kirchen, Kapellen, in den Wohnungen oder anderswo sehen, können in uns Kraft, Freude und Hoffnung wecken.

Dieses Zeichen der Hoffnung, des Heils und der Freude ist das Zeichen unserer Zukunft, das Zeichen der Zukunft der Welt. Deswegen sollten wir das Kreuzzeichen mehr sichtbar machen und wenn auf dem Feld, im Wald und in der Stadt noch mehr Kreuze aufgestellt werden, können wir es als Zeichen des Glaubens und Zeichen der Hoffnung an Gott verstehen. 

Alle sind wir eingeladen, unser „Ich glaube“ zu erneuern: „Ja, Gott, ich glaube Dir deine helfende Nähe alle Tage meines Lebens“. Schmücken wir das Kreuz Jesu mit einem blühenden Zweig oder mit ein paar Blumen und bitten wir den Gekreuzigten Jesus, dass er uns Kraft gibt, das schwierige und Schwere im Leben zu tragen.

 

Ihr Kaplan

Pater Georg

 

 

ERSTKOMMUNION IN WACKERSDORF
Sonntag, 18. Oktober 2020 um 10:00 Uhr

Firmung 2020 entfällt!
Nach Weisung des H.H. Bischof werden alle Firmtermine für das Jahr 2020 ausgesetzt und auf 2021 verlegt. 

Hier finden Sie uns

Kath. Pfarramt St. Stephanus, Marktplatz 6, 92442 Wackersdorf

Tel:  09431 / 5735 

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